Vermehrerhunde

Hunde, die von uns gerettet werden, gehören zu den bemittleidensten Lebewesen dieser Welt!

Vom Menschen ausgebeutet, missbraucht und weggeworfen. 

 

Wer einen Hund aus solchen Zuständen adopotiert, muss versuchen etwas wieder gutzumachen, was über Jahre hinweg geschehen ist. 

Hier siehst Du, wie die meisten der Tiere leben, bevor wir sie retten. 



Kannst DU damit umgehen?!

1) Diese geschundenen Geschöpfe wissen oft nicht, was es heißt draussen ihr Geschäft zu machen. 

 Sie benötigen Geduld und Liebe! (Und einen Putzeimer in der Nähe.)


2) Sie sind oft unterernährt und benötigen viele kleine Mahlzeiten am Tag, damit sich ihr Bäuchlein wieder dehnen kann. Hochwertiges, selber gekochtes Futter wird am Besten vertragen.

 

3) Viele dieser Hunde erleben dann zum ersten Mal Liebe und ertragen es die ersten Wochen einfach nicht noch mal alleine gelassen zu werden. Wie geht ihr damit um? Hier sind die persönlichen Umstände vorher zu klären! Heimarbeit, Hund im Büro erlaubt und eigener Laden sind natürlich Idealzustände.

 

4) Plattnasen tendieren durch die Zucht zu vielen Krankheiten.

Kannst Du die Tierarztbesuche und eventuell nötigen Behandlungen Deines neuen Familienmitglieds auch in der Zukunft bezahlen?! 

 

Liebe Hunde-Interessenten,

immer wieder werden gefragt, ob einer unserer Hunde schon stubenrein ist, Grundkommandos kennt, Autofahren kann, an der Leine geht, alleine bleibt oder Jagdtrieb hat. In der Regel befindet sich der Hund noch in der Slowakei, Tschechien oder Ungarn im Tierheim oder beim Vermehrer und die allermeisten Fragen dieser Art sind nicht sicher zu beantworten!
Um ein Verständnis dafür zu entwickeln, was von den Hunden aus dem Ausland zu erwarten ist und was nicht, ist es zunächst wichtig, ihre Lebensbedingungen zu kennen. Hunde, die nicht im Tierheim und nicht auf der Straße leben, leben in der Regel beim Vermehrer , manche frei , manche in Käfigen, Zwingern oder Kellerräumen ohne Tageslicht.

Denn werden die Zuchthunde zumeist nicht im Haus gehalten. 

Niemand beschäftigt sich mit ihnen oder arbeitet gar mit ihnen. Die meisten sind ausschließlich zum Gebähren, zum Welpen "produzieren" da.
Andererseits haben auch einige Hunde das Familienleben kennenlernen dürfen, aber aus unterschiedlichen Gründen und weil auch  im Ausland die Bindung zum Hund nicht so eng ist wie bei uns in Deutschland, wurden sie ausgesetzt oder mit etwas Glück in einem Tierheim  abgegeben.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass manche Hunde kein Leben im Haus kennen. Sie sind in der Regel nicht stubenrein und können auch nicht an der Leine gehen, sie kennen keine Kommandos und viele noch nicht mal ihren Namen – es spricht sie nämlich keiner an. Auch im Tierheim können unsere Hunde die Stubenreinheit nicht erlernen oder verlernen diese,  je nachdem wie lange sie im Tierheim leben.
Wenn sie nach Deutschland kommen, müssen viele erst lernen, dass wirklich sie gemeint sind, wenn man sie anspricht. An der Leine laufen, Treppen steigen, im Haus schlafen, Auto fahren, Stadt, Verkehr, in der Wohnung alleine bleiben, über Parkett oder andere rutschige Flächen laufen usw. kennen diese Hunde in der Regel nicht! Auch Kommandos wie Sitz und Komm verstehen sie zunächst nicht.
Das ist kein Problem, weil gerade die ausgewachsenen Tiere sehr anpassungsbereit sind und sich bemühen, alles richtig zu machen. Geht man mit etwas Geduld und Sachverstand an die Sache heran, lernen sie all diese Dinge in kürzester Zeit. Man darf nur nicht zuviel auf einmal erwarten. Verständnis und Geduld sind hier das A und O. Viele Leute sind verwundert, wie schnell die Tierheimhunde lernen und sich anpassen und auch die Stubenreinheit erlernen – solange wir Menschen auch die Signale der Hunde richtig lesen und entsprechend konsequent ab dem ersten Tag des Zusammenlebens den Hund beibringt, wo er seine Geschäfte zu verrichten hat. Dies klappt mit Sicherheit nicht immer in den ersten beiden Tagen aber in kürzester Zeit.
Zum Thema Ängstlichkeit
Einige Hunde  haben leider auch schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Insbesondere Männer sind vielen ausländischen Hunden anfangs suspekt. Ihre Unsicherheit könnten Hunde auf die verschiedensten Arten zeigen: Unterwerfung (auf den Rücken schmeißen, platt auf dem Bauch liegen, ganz viel beschwichtigen), Flucht (nicht aus der Transportbox rauskommen wollen, hinter dem Sofa verstecken), Reaktanz (knurren, wenn sie sich bedroht fühlen, Zähne zeigen…).
All diese Verhaltensweisen sind völlig normal und nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass einige Hund längere Zeit keinen engen Kontakt zu Menschen hatte und nicht wissen kann, dass dieser neue Mensch es nur gut mit ihm meint. Niemand hat dem Hund erklärt, dass er nun “gerettet” und in Sicherheit ist. Er muss es selber erfahren und Vertrauen fassen. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Hund anfangs nicht zu bedrängen, sondern ihm erst mal seine Ruhe zu lassen, bis er von sich aus kommt.
Die meisten Hunde sind allerdings von vornherein sehr offen und freundlich, bei den anderen legt sich die anfängliche Schüchternheit in den ersten Tagen! Und Hunde sind sehr soziale Tiere, die es den Menschen recht leicht machen von Beginn an eine freundliche Bindung einzugehen – unserer Erfahrung nach vergessen sie schnell schlechte Erfahrungen der Vergangenheit und sind sehr aufgeschlossen für die neue Familie.
Katzenverträglichkeit
Leider können wir nicht immer zutreffende Aussagen über die Katzenverträglichkeit der Hunde machen. Unsere Tierheime haben keine Katzen.

Doch auch hier haben wir die Erfahrung gemacht, dass in der eigenen Familie oftmals eine Katze aktzeptiert wird, selbst wenn außerhalb der Familie jede Katze gerne gejagt wird. Vergessen Sie aber nicht: auch eine Katze muß den Hund aktzeptieren (wollen) und nicht jede Katze ist begeistert, plötzlich einen Hund als Lebenspartner vor die Nase gesetzt zu bekommen!
Wir haben wirklich schon viele Hunde zu Katzen vermittelt und mit entsprechender Geduld der Besitzer ist fast jeder Hund katzenverträglich geworden. Leider haben wir aber auch schon Fälle erlebt, wo der Hund nach 2 Tagen wieder weg musste, weil es “immer noch nicht” klappte. Das ist unmöglich und zeugt von wenig Verständnis für die Hunde, die ja aus einem komplett anderen Kontext kommen. Wie bei allen anderen Themen auch sind Verständnis, Sachkunde und Geduld hier unabdingbar, dann klappt es auch mit Hund und Katze.
Hunde in unserer Auffangstion oder in unseren Pflegestellen:
Wenn Sie, lieber Hundeinteressent, sich aus verschiedenen Gründen nicht auf so viele Unsicherheiten einlassen können, ist das kein Hindernis für eine Adoption. Wir haben auch einige Hunden auf Pflegestellen oder in der Auffangstation, über die in der Regel genauer Auskunft gegeben werden kann. Diese Hunde laufen meistens schon an der Leine, sind stubenrein und kennen das Leben als Familienhund. Vielleicht ist Ihr Kandidat bereits in Deutschland?

 

Ein Hund kommt ins Haus

Auch wenn Sie schon über Hundeerfahrung verfügen und vieles über Hunde wissen, möchten wir Ihnen hiermit einige Ratschläge geben, damit die Eingewöhnungszeit für Sie und Ihren Hund möglichst reibungslos verläuft.

Ein sehr wichtiger Punkt Lassen Sie ihm Zeit und muten Sie ihm in den ersten Wochen nicht gleich zu viel zu. Bedenken Sie, dass die meisten der Hunde aus dem Tierschutz viel Stress hinter sich haben und zum Teil schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Konkret heißt das für Sie, dass Sie den Hund nicht gleich der gesamten Familie, den Freunden usw. vorführen sollten. Bringen Sie ihn in sein neues Zuhause und lassen Sie ihn es erkunden. Gehen Sie ihren normalen Beschäftigungen nach, der Hund soll Sie dabei beobachten und nicht umgekehrt. Ihre Ruhe überträgt sich auf den Hund, Ihre Nervosität spürt er leider auch sofort.

Die ersten 4-12 Wochen sollten Sie den Hund nicht von der Leine lassen, auch wenn er schon sehr anhänglich wirkt. Nie sollten Sie ihn in der Nähe von Straßen loslassen. Ihr Garten sollte ausbruchsicher sein. Einige Hunde haben anfangs den Drang wegzulaufen. Die Ursache kann Scheu vor den Menschen sein oder auch Spaß einfach herumzurennen und die Gegend zu erkunden, was einige Hunde ja in ihrer Vergangenheit nie konnten.

Ein wichtiger Punkt ist der Ort des Ruheplatzes. Er sollte nicht im Flur sein, sondern in einer ruhigen Ecke der Wohnung, wohin der Hund sich jederzeit zurückziehen kann. In der Regel sucht sich Ihr Hund aber seinen eigenen Rückzugplatz, der nicht unbedingt mit dem identisch ist, den sie als Mensch für ihn vorgesehen haben.

Kleine Kinder sollten nicht in die Nähe des Körbchens gehen, wenn der Hund sich dort aufhält. Auch beim Fressen sollten Sie Ihren Hund völlig in Ruhe lassen. Ein Hund könnte sich z.B. bedroht fühlen, wenn man in die Nähe des Fressnapfes kommt.

Wenn Sie ihren Hund regelmäßig einige Stunden am Tag alleine lassen, sollte er nachts in Ihrer Nähe, z.B. neben dem Bett schlafen. Auch in den Ruhestunden ist Ihre Nähe für den Hund wichtig.

Wir hoffen, Ihnen und Ihrem Hund mit diesen Tipps die Eingewöhnungszeit zu erleichtern und wünschen Ihnen, dass Sie ein langes Hundeleben lang viel Spaß mit Ihrem Liebling haben.

Impressionen des Leids

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